Energie Ried: Um 17 Uhr treffen sich die Rieder Stadtpolitiker

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Seit zu Ostern bekannt geworden ist, dass das mit Ende des Vorjahres ausgeschiedene Geschäftsführerduo des Rieder Energieversorgungsunternehmens Energie Ried falsche Zahlen über das städtische Gasleitungsnetz an die E-Control weitergegeben haben soll, ist diese Causa zum bestimmenden Thema in der Stadt Ried geworden. ÖVP-Bürgermeister Albert Ortig  - zugleich auch Repräsentant der Generalversammlung der Energie Ried – hat für heute 17 Uhr die Spitzenkandidaten der fünf Rieder Gemeinderatsparteien zu einer Besprechung geladen. Darin werde es „natürlich auch um die Energie Ried“ gehen, sagte Albert Ortig gegenüber den OÖNachrichten kurz zuvor. Eine Stellungnahme vor der Kamera wollte der Rieder Bürgermeister vor dem Gespräch mit den anderen Parteivertretern nicht abgeben. Er betonte aber, dass nicht nur die Causa Energie Ried , sondern auch andere Themen – etwa die Wahl im Herbst – zur Sprache kommen werden.

Wie berichtet, soll das 110 Kilometer lange Erdgasnetz von den ehemaligen Geschäftsführern auf dem Papier auf 148 Kilometer verlängert worden sein. Grund dafür soll gewesen sein, so über das Abgaben-Verteilungssystem der E-Control zu profitieren. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Causa hat längst politische Dimensionen erreicht. Laut OÖN-Informationen treffen sich heute auf Einladung von Bürgermeister Albert Ortig (ÖVP) die Spitzen der fünf im Rieder Rathaus vertretenen Parteien zu einem Gespräch.

"Ureigenste Aufgabe des Aufsichtsrates"

Ortig, der im Herbst nach 27 Jahren als Stadtchef nicht mehr bei der Wahl antreten wird, sei seine Souveränität, die ihn ausgezeichnet habe, zuletzt ein wenig abhandengekommen, heißt es hinter vorgehaltener Hand. SP-Stadtrat Peter Stummer ist über die Forderung des Aufsichtsratsvorsitzenden Karl Danninger nach einem Kontrollsystem verwundert. "Das ist doch eigentlich die ureigenste Aufgabe eines Aufsichtsratsvorsitzenden, hier ist offenbar in den vergangenen 25 Jahren nichts passiert", sagt Stummer.

Video: Roman Kloibhofer, OÖN-Redaktionsleiter im Innviertel berichtet aus Ried

Eine ausführliche Analyse zur Causa Energie Ried und den politischen Dimensionen lesen Sie hier.

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